Die Prüfungsvorbereitung

Das dritte Mal auf snooze gedrückt, Büro? Nee. Kurz nach sieben. Jetzt aber raus, Bad frei? Alle Sachen schon gepackt? Was wollte ich heute noch üben? Ach ja. Bin ich müde. Kaffeemühle an.... aaah... jetzt strömt das Ki.

Zumindest macht das Fahren sonntags morgen Spaß, die Straßen sind leer, es flutscht, ruckzuck ist das Dojo erreicht. Maske auf. Die übliche, verdächtige, nette Bande ist da.

Aufwärmen oder gleich mit Kata loslegen. Es wird trainiert, was das Zeug hält und das unter den kritischen Augen von unseren drei Meistern. Da bekommen nicht nur die Nages - Haltung, Ausrichtung, etc. etc. -was zu hören, auch die Ukes und ihr Ukemi.

Nachdem die Meister "genug" gesehen haben, kommt die Krönung: Randori. So mancher schaut danach etwas fertig aus den durchgeschwitzten Klamotten. Ein paar kleine Blessuren gibt es manchmal obendrein. Dennoch, zufrieden können wir den Restsonntag genießen.

Verabreden uns wieder für Dienstag und Freitag oder auch für Montag, Mittwoch, Sonntag?

So geht das schon Woche für Woche, Monat für Monat. Das braucht eine gute Portion Selbstdisziplin, es wird einem ja nichts geschenkt. Im Aikido wollen wir ja nicht nur technisch besser werden, sondern auch im Geiste wachsen. Wie soll Konfuzius gesagt haben? "Der Edle verlangt alles von sich selbst, der Primitive stellt nur Forderungen an andere."

Am 10. Oktober ist "alles" vorbei: Prüfung! Es bleibt nur, viel Erfolg zu sagen. Allerdings, nach der Prüfung ist vor der Prüfung.


Autor/in: Luís Ferreira
Fotos: A. Kalbitz