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Hallo liebe Aikidoka,
hier nun ein kleiner Erlebnisbericht zu einem wunderbaren Lehrgang,
ausgerichtet von der Kaltenkirchener Turnerschaft mit Frank Ostoff (5.Dan Aikikai).
Am Freitag Abend um 19:30 Uhr versammelten sich ca. 30 Aikidoka aus Kaltenkirchen, Hamburg,
Bad Oenhausen, Lübeck und vielen anderen Orten auf der Mattenfläche der Sporthalle Marschweg
in Kaltenkirchen in froher Erwartung den Ausführungen Frank Ostoffs zu lauschen und sich
mit Ukemi und Kontakt auseinanderzusetzen.
Nach dem Angrüssen folgte ein besonderes Aufwärmprogramm,
bewusstes Ein- und Ausatmen um den Fluss und die Energie des eigenen Zentrums zu aktivieren.
Ich kann nur sagen, das auch das etwas andere Programm die Herzfrequenz und den ganzen
Körper unter dem Einfluss der Qi-gong-Philosophie aktivierte.
Anschließend zeigte Frank eine besondere Übung um den Kontakt und den Einsatz des Zentrums zu demonstrieren.
Vor dem Uke kniend nahm Uke beide Handgelenke von Frank, und schwupps fiel Uke auch schon auf den Allerwertesten.
Was war da denn passiert, dachte ich so, als Frank uns erklärte wie die Bewegung auszuführen ist.
Nach ein wenig Übungszeit funktionierte das auch, einigermaßen jedenfalls.
Die Zeit verging wie im Flug und auch die folgenden Übungen waren
hervoragend erklärt. Frank nahm sich viel Zeit mit jedem Übungspaar.
Wie jetzt schon abgrüßen? Schon vorbei? Schade, ... morgen ist ja auch ein Tag und so endete
der Freitagabend mit einem kleinem Imbiss in einem sehr angenehmen Rahmen in "Griechischer Atmosphäre"
und mit vielen kleinen, netten Gesprächen.
Am Samstagmorgen war die Teilnehmerzahl deutlich gestiegen. An die 50 Aikidoka versammelten sich zum Angrüßen auf der Matte.
Das Aufwärmen bestand auch diesmal aus der besonderen Art die Energie fließen zu lassen,
auch wenn bei einigen Teilnehmern ein wenig Müdigkeit mitfloss.
Bei einer der Übungen war es an uns Uke in Ude-Osae zu Boden zu führen. Das gelang allerdings nur,
wenn die Achtsamkeit auf die Bewegung und die Energie Ukes ausgerichtet waren.
Ohne Energie passierte da nix, es sei denn Uke gab sich auf.
Der Müdigkeit geschuldet, gab ich mich ein wenig zu oft auf, aber dank eines erfahrenen Partners wurde ich immer
rechtzeitig geweckt. (Vor dem Kontakt mit der Matte.)
Dann gab es in meinen Augen eine besondere Übung.
Uke steht vor dem knienden Nage greift in Gyaku-hanmi und drückt an den ausgestreckten Fingern
Nages mit einer ausreichenden Kraft um Nage nach hinten zu schieben.
Im ersten Durchgang hebt Nage nur die Hand aus der Schulter, erwartet Ukes Druck und Nage fällt nach hinten.
Im zweiten Durchgang war es an Nage ein bischen was zu verändern.
Ein leichtes Reiben der Fingerkuppen, sanftes Klopfen auf das eigene Zentrum,
und bewusstes Reichen der aktivierten Hand, nun konnte Uke so fest drücken wie Er oder Sie wollte,
es tat sich nichts, stattdessen war es an Nage eine kleine Bewegung auszuführen um Uke zu Boden zu bringen,
es funktionierte bei Frank. Fantastische Sache das so zu sehen, dachte ich noch so bei mir.
Nun war es an mir das auszuprobieren. Mein Uke griff zu und schob mich weg, hmm.
"Also gut konzentriere dich, das gelingt dir schon". Nix wars, Uke stand da wie ein Baum.
Frank nahm mich mit nach vorn um zu demonstrieren das es auch Anfängern gelingen kann,
diese Übung zu einem besonderen Erlebniss zu machen. Eine wohl dosierte Bewegung des Ellenbogens
in Richtung des eigenen Zentrums und Uke bewegt sich in Richtung Matte.
Der erste Teil neigte sich dem Ende und die Pause kam schneller als erwartet.
Nach einem Buffet bei einem Chinesen in der Nähe gings zurück auf die Matte.
Was jetzt kam, überraschte wohl einige, nach einigen Minuten bewussten Spürens des Körpers im Liegen,
war es an uns seitlich zu rollen, egal was passierte, sollten wir weiterrollen,
untereinander, übereinander, ein möglicherweise amüsantes Bild für Außenstehende, aber
dennoch eine interressante Art Kontakt zu spüren, und wieder verging die Zeit viel zu schnell.
Im Laufe der zweiten Einheit des Tages befassten wir uns unter anderem mit einer besonders weichen Art des Ukemi,
wie auch schon am Freitag und ehe wir uns versahen, war auch diese Einheit schon wieder um.
Durch ein leckeres Kuchenbuffet gestärkt, ging es zurück in den letzten Durchgang, und meine morgendlichen
persönlichen Zweifel ob ich das alles durchhalten würde, lösten sich nahezu in Luft auf.
Besondere Kontaktübungen mit dem Jo standen an und Frank demonstrierte wieder einmal auf eine
tolle Art wie einfach es sein kann, Ukes Kontaktfreudigkeit mit dem Jo auszunutzen. Nun war es wieder an uns,
das auch mal auszuprobieren und Uke mit gezielten Bewegungsänderungen des Stabes zu überraschen.
Eine sehr spannende und aufmunternde, bisweilen lustige Übung, wie an dem einen oder anderen
Lachen zu hören war. Auch diese Einheit endete leider wieder viel zu schnell.
Nach dem Abgrüßen und einigen Worten von Frank, wie es uns am nächsten Tag ergehen würde (Er sollte recht behalten.)
und was wir dagen tun könnten, bedankte sich Rolf sehr herzlich bei Frank für diesen tollen
Lehrgang. Ich möchte mich auch an dieser Stelle bei allen Bedanken, die diesen Lehrgang
organisiert und ermöglicht haben, Ich bedanke mich natürlich auch bei Frank Ostoff, dem es gelungen ist
mit tollen Erklärungen und Demonstrationen meine noch jungen Aikido-Erfahrungen zu erweitern.
Bis zum nächsten Mal, in diesem Sinne,
Domo arigato gozaimashita
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