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Kuzushi = Gleichgewichtsbrechung

Jugendlehrgang mit Markus Hansen (4. Dan) und Agnes Schröder (1. Dan)


(von Andreas Kalbitz)
Externe Termine
Bundeslehrgang (3 Tage - ab 1. Kyu); Schwerpunkt: 4. Kata
  • 10.02.12
  • mit Alfred Heymann (7. Dan)
  • in Nürnberg
  • Kosten: lt. Ausschreibung
Landestraining für 5. bis 3. Kyu
  • 18.02.12
  • mit Alfred Haase (3. Dan)
  • in HTBU - Klinikweg 10
  • Kosten: keine
Zentraltraining (ab 2. Kyu)
  • 18.02.12
  • mit Werner Lättig (3. Dan)
  • in HTBU - Klinikweg 10
  • Kosten: keine
Jugendtrainer-Workshop des Jugendvorstandes des DAB auf Bundesebene (2 Tage)
  • 25.02.12
  • mit Lilo Schümann, Patrick David, Regine Häfner, Jan Böttner u.a.
  • in Goslar/Niedersachsen
  • Kosten: lt. Ausschreibung
Bundeslehrgang (2 Tage - ab 1. Kyu); Schwerpunkt: Tenchi-nage, Stabtechniken und 4. Kata
  • 03.03.12
  • mit Martin Glutsch (6. Dan)
  • in Berlin
  • Kosten: lt. Ausschreibung
Lehrgangsplan 2012

Als ich die Ausschreibung zum Lehrgang am 6.6.09 verteilt hatte, bekam ich von verschiedenen Stellen die Nachfrage, was Kuzushi eigentlich sei. Ich war erschüttert, denn schließlich war ich in meiner Jugend beim Judo mit dem Begriff groß geworden. Darüber hinaus hatte ich auf dem Trainer-C-Lehrgang im vergangenen Jahr auch Lehrbriefe erhalten, in denen Kuzushi als Element des Aikido galt. Ich war Markus dankbar, als er vor über einem Jahr bei der Planung eines Lehrgangs, der leider entfallen musste, dieses Thema vorgeschlagen hatte. Nun endlich sollte der Lehrgang stattfinden. Agnes war schon lange darauf vorbereitet, diesen Lehrgang als Lehrerin zu absolvieren und hatte sich auch einige Spiele zurecht gelegt, die sie mit den Teilnehmern durchführen wollte. Die Kinder und Jugendlichen waren pünktlich angereist und ich freute mich, so viele Bekannte Gesichter wiederzuerkennen, ob vom Jugendlandestrainig oder von den Jugendlehrgängen der letzten Zeit. Mit einer Teilnehmerzahl von 32 Kindern und Jugendlichen konnten wir sehr zufrieden sein, und ich war mir sicher, dass alle Spaß haben würden, als ich Markus strahlend eintreten sah. Im Vorfeld war die Verpflegung in entsprechendem Umfang zu organisieren und mit Beginn des Lehrgangs auch fest zu vereinbaren. Damit verbrachte ich unter anderem die ersten 20 Minuten des Lehrgangs.

Als endlich alles erledigt war, konnte ich mit auf die Matte gehen. Agnes war bereits dabei, alle Teilnehmer mit Erwärmungsspielen auf Touren zu bringen. Da reihte ich mich natürlich gern ein. Darauf folgten die ersten Technikvorführungen und Erklärungen zum Thema. Da Markus auch Sven, seinen Jugendtrainer aus Kiel mitgebracht hatte, kamen wir einerseits in den Genuss der nun vorliegenden Fotos und andererseits waren wir vier Betreuer auf der Matte, die sicherstellen konnten, dass auch die Jüngsten optimal bei der Ausführung der Techniken korrigiert werden konnten. Immer wenn Markus etwas neues erklärte, fiel mir seine sehr bildhafte Sprache und ergänzende körperliche Illustration auf. So wurde das Absenken des Zentrums damit erklärt, dass man sich eine Bank vorstellen sollte, auf die man sich setzen möchte. Während er dies erklärte, senkte er sein Zentrum ab und wiegte sich in der Hüfte so, als wollte er mit dem Hintern die Bank vorher abwischen. Spontan musste ich an eine kürzlich erlebte Situation mit einer Parkbank in Paris denken, in der Tauben eine Rolle spielten, aber das ist eine andere Geschichte.

"Wer Gleichgewicht brechen will, muss erst einmal selbst im Gleichgewicht sein".
Mit diesem grundlegenden Satz wurde klar differenziert wer die Kontrolle in einer Begegnung ausübt. In letzter Zeit neige ich dazu die kleinen Weisheiten des Aikido auf das Leben außerhalb des Dojo zu übertragen, und genau deshalb wirkte dieser Satz bei mir noch lange nach. Doch hier galt Praxisnähe. Markus und Agnes verstanden es gekonnt, zu demonstrieren, wie wertvoll die Gleichgewichtsbrechung für die erfolgreiche Ausführung jeder beliebigen Technik ist. Die Teilnehmer konnten erspüren, wie es sich anfühlt, aus dem Gleichgewicht zu geraten oder wie einfach es ist, nach gelungenem Kuzushi einen Wurf oder eine Bodentechnik auszuführen.

Interessant fand ich auch eine spezielle Art der Demonstration. Wer die Nachmittags-Anime-Serie "Naruto" kennt, wird vielleicht die gleiche Assoziation haben, wie ich. Markus führte Bewegungen aus, zu denen Agnes sich entsprechend als Uke verbog. Das hatte ein wenig den Anschein, als wäre Markus ein Marionettenspieler aus Sunagakure, der nur mit seinen Chakra-Fäden den Angreifer unter Kontrolle hält. In Wahrheit erlebten wir hier ein tolles Zusammenspiel zweier Trainer, die sich von der Situation inspirieren ließen. Es gab wohl niemanden, der zu diesem Zeitpunkt des Lehrgangs nicht begriff, dass die Führung vom Ausführenden kommt und Uke als Angreifer in eine unangenehme Position gebracht wird, damit er leicht zu Fall zu bringen ist.

Nach der Mittagspause ging es mit gleicher Intensität weiter. Agnes übernahm die Leitung und gab den Teilnehmern ausreichend Gelegenheit, die erarbeiteten Prinzipien zu verfeinern und zu festigen. Mit der Zeit wurde deutlich, dass die Jüngsten konditionell alles gegeben hatten und das immer näher rückende Ende herbei wünschten. Der Applaus zum Abschluss zeigt allen Beteiligten, dass jeder Teilnehmer mit der Lehrer-Konstallation und den Inhalten des Lehrgangs rundum zufrieden war. So wird es nicht verwundern, dass ich Markus vorbeugend schon mal um eine Fortsetzung im kommenden Jahr gebeten habe.
Bilder vom Lehrgang

[1] - www.aikido-kiel.de
[2] - www.aikido-htbu.de

Hier noch ein Lehrgangsbericht von Lara und Lena Neubert.

Aktuelles
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(25.12.11 - A.K.)
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Wochenendtraining bis Weihnachten
Unter Vorbehalt wegen möglicher Weihnachtsfeiern, sind folgende Sonntagstermine für die Zeit von 10:00 bis 12:00 Uhr reserviert: 06.11.11, 13.11.11, 20.11.11, 27.11.11, 11.12.11, 18.12.11.. ...
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(26.10.11 - A.K.)
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(09.10.11 - A.K.)
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