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In Saito Sensei’s Fußstapfen

Vereinslehrgang mit Edmund Kern


(von A. Kalbitz)
Externe Termine
Bundeslehrgang (3 Tage - ab 1. Kyu); Schwerpunkt: 4. Kata
  • 10.02.12
  • mit Alfred Heymann (7. Dan)
  • in Nürnberg
  • Kosten: lt. Ausschreibung
Landestraining für 5. bis 3. Kyu
  • 18.02.12
  • mit Alfred Haase (3. Dan)
  • in HTBU - Klinikweg 10
  • Kosten: keine
Zentraltraining (ab 2. Kyu)
  • 18.02.12
  • mit Werner Lättig (3. Dan)
  • in HTBU - Klinikweg 10
  • Kosten: keine
Jugendtrainer-Workshop des Jugendvorstandes des DAB auf Bundesebene (2 Tage)
  • 25.02.12
  • mit Lilo Schümann, Patrick David, Regine Häfner, Jan Böttner u.a.
  • in Goslar/Niedersachsen
  • Kosten: lt. Ausschreibung
Bundeslehrgang (2 Tage - ab 1. Kyu); Schwerpunkt: Tenchi-nage, Stabtechniken und 4. Kata
  • 03.03.12
  • mit Martin Glutsch (6. Dan)
  • in Berlin
  • Kosten: lt. Ausschreibung
Lehrgangsplan 2012

“Ich freue mich ja, wenn man an mir die Handschrift meines Lehrers erkennt, aber dass ich auch seine Leiden übernehme...”, merkte Edmund an, als er halb entschuldigend auf eine Knieoperation verwies, die ihm das Abknien beim Ausführen einer Technik verbot. Das dies der Qualität seines Seminars keinen Abbruch tat, war allen vorher klar. Viel interessanter an der Aussage war, dass schon seine ersten Kiais und seine Bewegungen sehr an die von Saito Sensei, wie man sie aus den Lehrvideos kennt, erinnern. Als Edmund Kern (8. Dan - Kyoshi) das erste Mal in Japan bei Saito Sensei trainierte, war ich zwei Jahre alt. Bis ich den Weg zum Aikido fand, vergingen noch 35 Jahre. Wieviel Erfahrung ein Mensch mir vorraus hat, der Aikido schon so lange betreibt, wie ich lebe, sollte ich an diesem Wochenende erleben. Alfred, unser Trainer, hatte schon vor einem Jahr, als wir unser 5-jähriges Jubiläum mit einem Ukemi-Lehrgang feierten, angekündigt, dass er Edmund Kern für dieses Jahr gewinnen konnte. Seitdem freute ich mich auf dieses Wochenende. Die Organisation stellte uns vor mittelschwere Probleme, denn wir hatten damit gerechnet, dass, wie im letzten Jahr, maximal 40 Teilnehmer diesen Lehrgang wahrnehmen würden. Schon seit Beginn des Jahres war klar, dass wir mit 50 bis 60 Teilnehmern rechnen durften. Eine größere Halle musste her. Unser Dojo in der Ellernreihe konnte diese Masse an Leuten auf der Matte nicht mehr fassen. Dank der Judoka unseres Bramfelder Sportvereins konnte dieses Pro- blem rechzeitig aus der Welt geräumt werden. “Helmi’s Treff”, die Gaststätte im BSV-Zentrum war ebenfalls auf den Empfang einer großen Gruppe eingestellt, so dass ein abendliches Buffet unser leibliches Wohl sicherstellen konnte.

Hanmi heißt halber Körper

Doch so weit war es noch nicht. Vor dem gemütlichen Teil, standen zwei sehr interessante und intensive Trainingseinheiten im Stil des Takemusu-Aikido. Edmund legte Wert auf wesentliche Grundlagen und gründliche Erklärungen dazu parat, die er sprachlich gut illustrierte. “Hanmi heißt halber Körper” erklärte er, und fand Beispiele aus dem Leben der Samurai, die natürlich bemüht waren, einem bewaffneten Angreifer so wenig Körperfläche wie möglich entgegenzustellen. Mit dem richtigen Hanmi eine Wende um 90◦ durchzuführen, bedarf kaum größerer Bewegung. Beide Füße müssen um 90◦ auf der Stelle gedreht werden, und man steht wieder im richtigen Hanmi. Diese einfache Wahrheit sollte jedem Anfänger von Anfang an in jeder Trainingseinheit mitgegeben werden. Das Hanmi spielt in jeder Aikido-Technik eine wesentliche Rolle. So war es natürlich für jeden Teilnehmer verständlich, das dieses Detail am Anfang des Seminars in jeder Technik, die wir üben durften eine Rolle spielte. Vom Gelbgurt bis zum 4. Dan hatte kaum jemand Probleme, Techniken auszuführen, die im Trainingsalltag meist erst den erfahrenen Schülern auferlegt werden.

Wie ein Stein

“Bei jeder Technik muss man Uke so preparieren, dass er am Ende fällt, wie ein Stein.” Diese Aussage habe ich schon von verschiedenen Aikido-Lehrern gehört und mir zur Maxime gemacht. Dahinter steht eigentlich eine klare Richtlinie. Man muss seinen Angreifer führen. Bricht die Führung ab, ist der Angreifer nicht mehr aus dem Gleichgewicht zu bringen. Erst wenn die Führung des Angreifers in der Gleichgewichtsbrechung endet, kann man am Ende einfach loslassen und der Angreifer hat keine andere Möglichkeit, als zu Boden zu gehen. Um diesen Effekt nachzuvollziehen, fand Edmund Wege, uns schrittweise heranzuführen. Die Bewegungsabläufe wurden anfangs immer langsam und mit Augenmerk auf wesentliche Details ausgeführt und anschließend als fließender Ablauf geübt, um den rechten Zeitpunkt der Aufnahme und den richtigen Weg der Führung zu finden.

Jo und Bokken

Wer sich mit Saito Sensei und Iwama Ryu befasst hat, weiß, dass dies die einzige Schule ist, die von O Sensei Ueshiba ermächtigt wurde, die Waffentechniken zu prüfen und zu zertifizieren. Ich war nicht sehr überrascht, dass wir BSVler die grundlegenden Übungen (Suburi) bereits kannten und an Feinheiten feilen konnten. Unser Trainer hat seit Bestehen der Aikido-Sparte immer großen Wert auf das Training der Waffentechniken gelegt. Überraschend - und das im postiven Sinn - war, dass Edmund es nicht darauf anlegte, mit uns die 13’er oder 31’er Kata zu üben. Denn das Verdienst von Saito Sensei war, die von O Sensei erlernten Techniken zu systematisieren und für die Verbreitung in Kata-Form aufzubereiten. Neu war für mich, dass O Sensei nicht nur 2 sondern 4 Jo-Katas weitergegeben hatte. Das hat mich neugierig gemacht. Denn von einer 22’er Kata habe ich schon mal gehört. Die vierte Kata ist mir noch nicht untergekommen. Die Ken-Suburi die wir am zweiten Seminartag üben durften, waren mir auch nicht neu, aber die Details, von Edmund erklärt, zeigten mir, dass wir mit Alfred einen aufmerksamen Schüler Edmund Kerns zum Trainer haben. Das beherrschen der Ken-Suburi ist für die waffenlosen Techniken grundlegend. So bearbeiteten wir auch die ersten 5 Ken-Übungen die die Grundlage für den richtigen Umgang mit dem Ken und für effektive Aikido-Techniken bilden. Den krönenden Abschluss bildeten die Techniken, bei denen man unbewaffnet einen Angreifer mit Bokken entwaffnet und dabei wirft.

Resumee: Wir haben in Edmund Kern einen Lehrer gefunden, der wohl bedacht und gut strukturiert vorgeht, wenn er ein Seminar abhält. Es war etwas ganz Besonderes für uns als Verein, ihn für unseren Vereinslehrgang als Lehrer gewinnen zu können. Seine freundliche aber bestimmende Art, korrektem Vorgehen beim Üben der Techniken den Vorrang zu geben, gab allen Teilnehmern die Möglichkeit so effektiv, wie in zwei Tagen möglich, Aikido im Takemusu-Stil zu üben.

Aktuelles
Jahresrückblick
Bevor ich mich voll und ganz dem neuen Jahr widmen kann, habe ich mir die Zeit genommen und einen Jahresrückblick verfasst, der mir erst bewusst machte, wie dramatisch schnell das Jahr einerseits vergangen ist, wie weit zurück aber auch viele Ereignisse bereits liegen.. ...
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(25.12.11 - A.K.)
Aikido-Lehrgang zum Thema "Eingang"
Wer "last minute" am Samstag noch einen Lehrgang besuchen möchte, dem empfehlen wir den Lehrgang beim TuRa Harksheide e.V. ...
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(08.12.11 - A.K.)
Wochenendtraining bis Weihnachten
Unter Vorbehalt wegen möglicher Weihnachtsfeiern, sind folgende Sonntagstermine für die Zeit von 10:00 bis 12:00 Uhr reserviert: 06.11.11, 13.11.11, 20.11.11, 27.11.11, 11.12.11, 18.12.11.. ...
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(26.10.11 - AK)
Erinnerung: Jugendlehrgang des AVHH bei der HNT am 12.11.11
Erinnerung: Der Jugendlehrgang des AVHH in der HNT mit Werner Conradi (3. Dan), Pascal Richtarski (2. Dan) und Celine Richtarski (1. ...
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(26.10.11 - A.K.)
Neue Graduierungen im Oktober
Alle im Verein haben die Daumen gedrückt. Am 8.Oktober war es dann soweit. Mit Alfred und Vitaliy auf den Rücksitzen machten sich Andreas und Kirsten auf den Weg nach Salzgitter-Beddingen um unter den wachsamen Augen von Alfred Heymann, Eckhard Classen und Ulrich Schümann ihre Prüfungen abzulegen. Eigentlich wäre Andreas erst um 16:00 Uhr dran gewesen, doch da neben Kirsten auch Alex, der zweite Shodan-Anwärter, seine Theorieprüfung zu Papier bringen musste, konnte diese Prüfung vorgezogen werden. ...
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(09.10.11 - A.K.)
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