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Aikidourlaub in Österreich

vom 14.08.2011-28.08.2011


(von Janina und Jürgen Günther)
Externe Termine
Landestraining für 5. bis 3. Kyu
  • 19.05.12
  • mit Alfred Haase (3. Dan)
  • in HTBU - Klinikweg 10
  • Kosten: keine
Zentraltraining (ab 2. Kyu)
  • 19.05.12
  • mit Eckhard Claassen (6. Dan)
  • in HTBU - Klinikweg 10
  • Kosten: keine
Aikido-Pfingstlehrgang ab 2. Kyu (3 Tage)
  • 26.05.12
  • mit Pascal Heydacker 5. Dan Aikido, Group Historique Aikido Andre Nocquet
  • in Heidenheim
  • Kosten: lt. Ausschreibung
Bundeslehrgang (2 Tage - ab 1. Kyu); Schwerpunkt: Bewegungsverwandtschaften und Stabtechniken
  • 22.06.12
  • mit Alfred Heymann (7. Dan)
  • in Bietigheim
  • Kosten: lt. Ausschreibung
Bundeswochenlehrgang I (mit Dan-Prüfung) ab 1. Kyu
  • 30.06.12
  • mit Karl Köppel (7. Dan)
  • in DAB/Leistungszentrum Herzogenhorn
  • Kosten: lt. Ausschreibung
Lehrgangsplan 2012

Als wir das erste Mal in Hamburg noch im Kindergarten in der Fabriciusstraße mit Wolfgang trainierten, hätten wir nie gedacht, dass wir ihn mal zu Hause in Innsbruck besuchen würden. Aber dieses Jahr war es soweit. Nach einem Zwischenstop in Nürnberg standen wir am Montag, den 15.08.2011 nach nur einmaligem Verfahren vor der Haustür seiner Wohnung in Innsbruck. Ein Parkplatz war wegen dem Feiertag (Maria Himmelfahrt) schnell gefunden.

Bevor wir nach Innsbruck kamen, war dort das gleiche schlechte Wetter wie in Deutschland. Kaum waren wir da, stiegen die Temperaturen und die Regenwolken waren weg. Nach einer guten Mahlzeit hat Günni seine Sporttasche gepackt, und wir sind zusammen mit Wolfgang zum Aikidotraining bei Gerald Gunsch (4. Dan) gefahren. Ohne Wolfgang hätten wir die Halle auf dem Privatgrundstück nie gefunden. Leider hatte ich mir im Rücken einen Nerv eingeklemmt, der behandelnde Arzt in Nürnberg hatte mir Sportverbot erteilt. Also konnte ich nur neidisch zusehen.

Die Halle war nicht sehr groß: Im ersten Abschnitt lagen vier mal vier Matten. Daran wurden dann sechs mal drei Matten gelegt. Ich hätte nie geglaubt, dass man auch auf so einer kleinen Fläche mit ca. 16 Personen trainieren kann. Hans-Peter Schröcker (3.Dan) hat die Erwärmung gemacht und die ersten Techniken gezeigt. Am Schluss der Erwärmung wurde die Fallschule gemacht. Trotz der kleinen Halle wurde viel gerollt und gefallen. Es wurde irgendwie Platz sparend gerollt, also nach der Rolle einen Schritt rückwärts, damit man auch häufig auf der kurzen Strecke rollen bzw. fallen kann. Die Anweisung war leise zu rollen. Die Rollen und auch das Fallen war sehr viel leiser, als wir es hier kennen. Nur die Anfänger und Günni hörte man ein wenig heraus.

Hans-Peter hat danach mit der Aufnahme bei Bodentechniken begonnen. Er ging auf die Abstände ein und auch in welcher Richtung das Zentrum ausgerichtet sein muss. Nur mit dem Fuß ein ganz kleines Stück vor oder zurück, etwas mehr Körperdrehung und die Hand ein wenig anders geführt und schon funktioniert die Technik. Wenn es eben nicht geht, dann ein wenig hier und da probieren und schon sollte es gehen. Geht es nicht, war garantiert jemand da, der einem zeigte warum es nicht geht. Die höher graduierten Aikidoka fackelten nicht lange, dann wurde eben eine andere aber ähnlich Technik gemacht. So wie ich es sehen konnte, hat keiner mit Kraft gearbeitet, alles ging sehr leicht. Aber keiner ging nur so zu Boden, immer nur dann wenn der Impuls wirklich da war. Den zweiten Teil des Trainings übernahm Gerald selbst . Hier ging es mehr um die Wurftechniken. Anhand von Irimi-nage, Tenchi-nage, Kaiten-nage (uchi) und weiteren Techniken wurde auf die Zentrumsausrichtung geachtet.

Inzwischen war es dunkel geworden. Günni war nach anderthalb Stunden Training ausgepowert und glücklich. Man sah beim Training die Ausrufezeichen über seinem Kopf, die ein oder andere Technik hatte er jetzt besser verstanden, bzw. „einen neuen Weg“ entdeckt.

Wir wurden sehr gut aufgenommen und haben uns wohl gefühlt. Von einigen wurden wir gefragt, ob wir dauerhaft zum Training kommen würden. Es gab ein paar erstaunte Gesichter, dass wir unseren Urlaub hier verbringen und dank Wolfgang mit trainieren konnten. An den nächsten beiden Tagen sahen wir uns Innsbruck, ein Silberbergwerk in Schwaz und die Altstadt von Hall an. Am Donnerstag holten wir uns Abkühlung auf dem Berg Hafelkarspitze.

Trotz der Wärme von 30 Grad, gefühlt wie 40 Grad, ging es am Donnerstag, den 18.08. wieder auf die Matte. Diesmal gaben Tobias Schmidhuber (1.Dan) und Hans-Peter Ostermann (1. Dan) das komplette Training. Diesmal war die Halle sehr viel größer, mit den beiden Trainern füllten neun Personen dieses riesige Dojo. Jedes Paar hatte ca. acht Matten für sich. Die Trainingsräume befindet sich im Kellergeschoss, dennoch war es trotz Lüftungsanlage sehr warm. Bei so viel Platz waren die Bahnen für die Fallschule auch länger. Nach der Fallschule ging es wieder um die richtige Ausweichbewegung und anschließend um Wurftechniken wie Irimi-nage, Koshi-nage, Shiho-nage und Kaiten-nage (uchi). Zwischendurch wurde auch Kote-mawashi geübt. Schultern unten lassen, Hände vor dem Zentrum, richtiger Abstand, eigentlich immer das Gleiche, und doch war alles anders. Nach diesmal zwei Stunden Intensivtraining ging es wieder an die Oberfläche. Vor und auch nach dem Training waren keine Wolken zu sehen. Aber die Straßen waren naß. Die kleine Abkühlung war kaum zu merken, tat aber sehr gut.

In den nächsten Tagen haben wir weiterhin Innsbruck unsicher gemacht. Die Skischanze dort war auch sehr beeindruckend. Sehr genial war der Stuibenwasserfall im Ötztal, den wir noch besichtigt haben. Er hat eine Fallhöhe von 150 Meter und an Spitzentagen stürzen 2000 Liter pro Sekunde in die Tiefe. (Nachzulesen unter www.stuibenfall.com)

Am Montag den 22.08. fuhren wir über Landstraße und Autobahn weiter in Richtung Graz, mit Zwischenstop in Pichl. Von dort hatten wir einen tollen Blick auf das Dachsteingebirge. Es gab dort auch einen schönen Badesee mit Schwimmbetrieb. Leider machte uns das schnell aufziehende kurze Gewitter einen Strich durch die Rechnung. Günther Steger (5.Dan) hatte uns auf dem Vereinslehrgang vom Bramfelder SV im April zu sich eingeladen. Dieser Einladung sind wir gerne gefolgt. So kamen wir gegen Mittag bei Günther Steger und seiner Frau Daniele Steger (1. Dan) an. Wir blieben bei ihm auf der Terrasse. Im Haus selbst war es bei den (endlich) Sommertemperaturen einfach zu warm. Am Abend sollte es zum Training gehen. Vorher holte Günther über, für uns, schmalen Straßen seine Tochter Valentina Wagner (2. Dan) ab. Ich war sehr froh, dass Günther einen Geländewagen hat. Unser Auto hätte auf dem Weg garantiert seinen Geist aufgegeben.

Die Trainingshalle, in der wir waren, befindet sich im Keller. Aber auch hier war es nicht kühl. 35 Grad draußen schaffen jeden Keller. Ich hatte zwar keine Schmerzen mehr, allerdings hatten mich die Wärme und die Fahrt einfach so sehr geschafft, dass ich wegen der Schwangerschaft kein Risiko eingehen wollte. Also habe ich auch hier leider wieder nur zugesehen. Die Halle ist noch ein wenig größer, als die zweite Halle in Innsbruck. Die zwanzig Aikiokas und Günther als Trainer verteilten sich sehr gut auf der Matte. Hier trafen wir auch Daniel Falk wieder, der auf dem Vereinslehrgang im April Günther unterstützt hatte. Aufgrund der Wärme hat Günther die Fallschule ausgelassen, was alle Teilnehmer sehr freute. Das zweistündige Training wurde sehr viel ruhiger als gewöhnlich gehalten, wie uns berichtet wurde.

Mit Ausweichübungen und leichter Gymnastik wärmten sich alle auf. Auch hier wurde wie in Innsbruck auf die richtigen Abstände und Zentrumsausrichtung geachtet. Angriff Yokomen-uchi, kurzes Ausweichen und ansetzen zum Ude-osae (Ikkyo). Wichtigste Einstellung der Trainierenden: niemals mit Kraft arbeiten, spüren wo der Partner instabil ist und ihn in diese Richtung führen. Wie auch schon beim Lehrgang in Hamburg ist Günther bei jeder Technik von Paar zu Paar gegangen und hat jedem gezeigt, wie sich die Technik anfühlt. Es ist absolut faszinierend zu spüren, mit welcher Leichtigkeit die Techniken ausgeführt werden können. Es sieht immer so leicht aus, ist in der Tat aber nicht so einfach und das Ergebnis jahrelanger Übung. Weiter ging es mit unterschiedlichen Schlagtechniken; Abwehr: Kaiten-nage (uchi), Kote-gaeshi und Kote-mawashi (Nikkyo). Ein paar Stocktechniken (Angriff mit einem geraden Stich zum Bauch, div. Aus- / und Abwehrbewegungen) rundeten das Training ab und waren dann auch der Abschluss des offiziellen Trainings.

Am nächsten Tag haben wir uns Graz angesehen. Es gab kein bisschen Wind. Wir waren so froh als wir uns im Schwimmbad in Semriach abkühlen konnten. Am Donnerstag zeigte uns Günther die Lurgrotte (www.lurgrotte.at) Die ersten Berichte über diese Grotte stammen aus der Zeit zwischen den Jahren 1601 und 1605. Sie ist einen Besuch wert! Anschließend fuhr uns Günther nach Graz, wo wir uns mit Daniel trafen. Wir haben uns sehr gefreut, ihn nicht nur auf der Matte zu sehen, sondern uns auch mal so mit ihm unterhalten zu können. Nebenbei zeigte er uns die ganze Stadt. Über die Zahnradbahn zum Wahrzeichen der Stadt zum Grazer Uhrturm war ich sehr glücklich. Der Uhrturm sieht auch von unten sehr beeindruckend aus. 250 Stufen in der prallen Sonne waren nichts für mich. Die Uhrzeit an diesem Turm abzulesen ist im ersten Moment etwas schwierig. Die Zeiger sind vertauscht. Da der kleine Zeiger von der Stadt nicht zu sehen ist, hat man den Stundenzeiger länger gemacht, sodass die Bürger in Graz zumindest die Stunde sehen konnten.

Die Zeit verging wie ihm Flug. Es war schon 19:30 Uhr. Also fuhr uns Daniel über den Schöckl zu Günther zurück. Bis spät abends saßen wir auf Günthers Terrasse und unterhielten uns über dies und das. Natürlich war Aikido immer wieder ein Thema. Am Freitag verabschiedeten wir uns. Wir hatten das beste Wetter abgepasst, denn am Sonntag kam der Regen auch in Österreich wieder. Mit einer Übernachtung in Strobl, in der Nähe von St. Wolfgang ging es, mit Regenwolken, aber trocken, nach Deutschland zurück. Der Regen holte uns ein, als wir die Koffer aus dem Auto holten.

Dieser Urlaub hat uns sehr gefallen. Wir haben viel gesehen, uns viel bewegt, viele neue und nette Menschen kennen lernen dürfen und wieder neue Sichtweisen auf unser Aikido kennen gelernt.

Wir bedanken uns sehr bei Wolfgang, der erst glaubte, dass wir ihn besuchen, wenn wir vor seiner Tür stehen, beim Aikidoclub Innsbruck (www.aikido-innsbruck.at) für die tolle Aufnahme und dafür, dass wir mit trainieren durften. Vielen Dank auch an Günther und Daniele für die Gastfreundschaft, Verpflegung und das Training. Und ein ganz herzliches Dankeschön an Daniel, der sich mit uns in Graz die Füße platt gelaufen hat.

Janina und Jürgen Günther


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Aktuelles
Trainingsaustausch mit unseren Freunden aus Österreich
In der Zeit vom 3.5. bis 6.5. findet zu unseren Trainingszeiten das Austauschtraining mit den Österreichern statt. ...
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(21.04.12 - A.K.)
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Das Wochenendtraining fällt an den angegebenen Terminen, wegen des Bundes- und des Landeslehrgangs an diesen beiden Wochenenden aus....
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(21.04.12 - )
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Ab sofort wird das Dienstags-Kindertraining von Tim Eifler angeleitet. Er hat schon einige Male vertretungsweise die Kindergruppe übernommen, ist hochmotiviert und freut sich darauf, regelmäßig mit der Gruppe zu arbeiten....
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(07.04.12 - A.K.)
Trainerwechsel beim Donnerstagstraining
Ab der nächsten Woche (5.4.) leitet Andreas das Erwachsenentraining am Donnerstag an....
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(27.03.12 - A.K.)
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