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Halleneinweihung mit Koshi-nage und Messertechniken | ||||||||||||||||
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Die erste Einheit stand ganz im Zeichen des Koshi-nage. Manfred betonte, dass er diese Technik mag, weil sie so vielseitig ist. Den Beweis trat er natürlich an. Keine Überraschung war, dass es immer etwas zu korrigieren gab. Unter anderen war eine häufig zu sehende Schlenkerbewegung mit der Hüfte zur Seite Stein des Anstoßes. Stattdessen sollten wir natürlich ausprobieren, die Hüfte nach hinten-oben zu kreisen. Bei der abgeknieten Version hätten wir ja auch die Hüfte nicht seitlich weggeschoben. Die Tipps waren hilfreich. In der Anfangsphase nutzte ich die Gelegenheit, mal mit Heike Griep und Eckhard Claassen zu trainieren. Auch hier gab es hilfreiche Hinweise von Eckhard. Man verfällt eben gelegentlich in alte Gewohnheiten, die man eigentlich schon abgebaut zu haben glaubte.
In Sachen Vielseitigkeit des Koshi-nage brachte Manfred unter anderem einen Koshi-nage aus dem Shiho-nage-Eingang über den gestreckten Arm des Uke. Diese Version hatte ich so noch nicht probiert, aber es fühlte sich nach einigen Versuchen richtig gut an. Die Trainingspartner wechselten. Inzwischen waren wir zu Dreiergruppen übergegangen, damit der Platzbedarf nicht so sehr ins Gewicht fiel. Schließlich kamen wir zu den Messertechniken. Auch hier wurde zuerst in Dreiergruppen, später aber dann mit Zweiteilung der Trainingsgemeinschaft gearbeitet. Messertechniken sind im Prüfungsprogramm zum 3. Dan. Manfred legte Wert darauf, zu betonen, dass man eigentlich nur die Grundtechniken aus dem Programm bis zum 1. Dan macht und sich sein Techniken bei vorgegebenen Angriffen aussuchen kann. Dabei sollte man keine neuen Techniken machen. Wer den Shiho-nage am Handgelenk fasst, sollte auch dabei bleiben. Wenn man unbedingt die Faust mit dem Messer umfassen will, sollte man das auch bei den waffenlosen Techniken machen. Der Moment, in dem man sich überlegt, wie man den Shiho-nage von Fall zu Fall ausführen würde, könnte gefährlich sein. Dahingehende Erläuterungen wurden auch im weiteren Verlauf angebracht. "Schnittwunden und kleine Ritzer können auch hilfreich sein; vor dem Staatsanwalt." - "Solange mit dem Messer nicht geschnitten, sondern nur Druck ausgeübt wird, ist der Schaden nicht so schlimm.", waren sinngemäße Aussagen, die man erstmal verarbeiten musste, aber die irgendwie einleuchteten. Techniken, wie den Kote-gaeshi, oder den Ude-kime-osae waren im Programm.
In der letzten Trainingsphase fand ich persönlich ein Koshi-nage-Variante interessant, bei der auf einen Shomen-uchi der schlagende Arm nach außen am Uke vorbei zu seiner Rückseite geführt und dann ein Koshi-nage ausgeführt wurde. Nach ein paar zaghaften Versuchen gelang auch diese Technik recht fließend. Trainieren werden wir das im Verein auf jeden Fall. Wenn man Resümee zieht, war der Lehrgang ein Ereignis, nicht nur, weil die Winsener Halle eingeweiht wurde, sondern, weil das Treffen mit Bekannten vom letzten Bundeswochenlehrgang oder vom Bundeslehrgang am Frankfurter Flughafen allein die Teilnahme Wert war, vor allem aber weil wir einen routinierten Lehrer vor uns sahen, der wusste, wo seine Stärken liegen und wie er sie weitergeben kann. Neben dem Dank an Gisbert Burghardt, der die Organisation des Bundeslehrgangs in Händen hielt, sei hier noch einmal ein großes Dankeschön an Manfred Jennewein gerichtet, der den von Herzen kommenden Beifall sichtlich gern entgegennahm und nicht zuletzt an die angereisten Teilnehmer, denn bekanntlich macht es mehr Spaß, wenn viele Aikidoka dabei sind. [1] Einen Bericht von Tina im Rosa-Hakama gibt es natürlich auch wieder. |
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