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Zweimal 3 Tage

Lehrgangsatmosphäre zwischen Jubiläum und Dojo-Einweihung


(von A. Kalbitz)
Externe Termine
Vereinslehrgang der Kaltenkirchener Turnerschaft (2 Tage)
  • 03.09.10
  • mit Frank Ostoff (5.Dan Aikikai Tokio)
  • in Sporthalle Marschweg 18, Kaltenkirchen
  • Kosten: lt. Ausschreibung
Dojo-Eröffnung des Aikido-Instituts Hamburg e.V. (Sa/So)
  • 18.09.10
  • mit Takeshi Yamashima Shihan 7. Dan Aikikai Tokio
  • in Budocentrum PSV Hamburg
    Carl-Cohn-Strasse 41 22297 Hamburg
  • Kosten: lt. Ausschreibung
Zentraltraining (ab 2. Kyu) - Abwehr von Angriffen mit dem Messer
  • 18.09.10
  • mit Roland Nemitz (6. Dan)
  • in Boostedt
  • Kosten: keine
Dan-Vorbereitungslehrgang (3 UE) - ab 1. Kyu
  • 19.09.10
  • mit Ulrich Schümann (6. Dan)
  • in Boostedt
  • Kosten: keine
Zentraltraining (ab 2. Kyu)
  • 25.09.10
  • mit Eckhard Claaßen (6. Dan)
  • in HTBU
  • Kosten: keine
Lehrgangsplan 2010
2 dreitägige Veranstaltungen

Sommer 2005 - langfristig hatten wir uns angemeldet, weil die Gelegenheit eigentlich einmalig war. Der Aikikai Deutschland lud zu den Aikido-World-Games ein. Der Anlass allein war ein Grund zum Feiern. Sensei Asai konnte auf 50 Jahre Aikido-Schaffen und 40 Jahre Aikikai in Deutschland zurückblicken. Entsprechend sollte sich die Aikido-Prominenz der Welt auf den Tatami in der Rhein-Ruhr-Sporthalle in Mülheim tummeln.

Februar 2006 - in Malente-Gremsmühlen wird ein Neubau eröffnet, in dem ein parkettierter und mit Holz getäfelter Raum als Dojo bereitgestellt wird. Zu diesem Anlass hat der Aikido-Verband Schleswig-Holstein zum Lehrgang eingeladen. Ein Lehrgang, den uns Alfred, unser Lehrer wärmstens ans Herz gelegt hat, weil er einerseits die Ausrichter kennt und schätzt und andererseits die Gelegenheiten so kompakt auf 3 Tage zusammengefasst Aikido zu trainieren recht selten in den Terminkalender passen.

Der Vergleich beider Veranstaltungen fällt schwer, schon wenn man die Zahl der Teilnehmer im Auge hat. Während sich in Mülheim schätzungsweise 1000 bis 1500 Aikidoka aus aller Welt einfanden, so waren es in Malente gerade mal etwas mehr als 20 Enthusiasten. Betrachtet man die Möglichkeit, verschiedene Stilrichtungen und die unterschiedlichsten Meister in ihrem Schaffen zu beobachten, war Mülheim die beste Gelegenheit. Wenn ich die Effektivität des Trainings betrachte, kann ich klar sagen: "Malente schlägt Mülheim um Längen," und gleichzeitig relativieren, "aber das lässt sich überhaupt nicht vergleichen."

Mülheim

Ich freute mich schon im März darauf, den Doshu Ueshiba Moriteru in Aktion zu erleben. Dass ich gleich in der zweiten Übungssequenz die Gelegenheit haben würde, von Christian Tissier unterrichtet zu werden, hatte ich dabei nicht einmal in Betracht gezogen. Es tat dem Ganzen überhaupt keinen Abbruch, dass er weitgehend auf Französisch und Englisch erklärte, was er vorführte. Im Aikido konzentriert man sich sowieso darauf, jede Einzelheit der vorgeführten Bewegung in sich aufzunehmen und so gut wie möglich nachzuahmen in der Hoffnung, den effektivsten Weg zu finden. Wegen der überwältigenden Teilnehmerzahl wurden die Dan-Grade und die Kyu-Grade in getrennten Einheiten und Räumlichkeiten unterrichtet. Die Teilnehmer blieben außerhalb der eigenen Gruppe anonym, sofern sie sich nicht eh schon kannten oder kontaktfreudige Partner fanden. Zwar wurde darauf hingewiesen, dass man den Übungspartner wechseln sollte, doch mehr als einmal kamen wir eigentlich nicht dazu, weil es einfacher war mit dem bekannten Partner die doch etwas andersartige Stilrichtung zu üben und zu vergleichen. Trotz der Trennung der Dan- und Kyu-Grade war die Halle extrem gefüllt. so hatte man eigentlich keine Möglichkeit als Uke eine Technik mit einer Rolle abzuschließen. Stattdessen wurde auf kleinstem Raum gefallen.

Am Samstag übten wir dann am Vormittag unter Anleitung von Doshu Ueshiba Moriteru. Seine Erklärungen waren einleuchtend, leicht verständlich und seine Techniken effektiv. Ich fühlte mich angesichts der rundherum praktizierten großräumigen Bewegungen auch als 4. Kyu recht gut aufgehoben. Es war eine neue Sichtweise auf die Techniken, die wir bisher geübt hatten. Der Samstagnachmittag stand ganz im Zeichen der Präsentation des Aikidoschaffens aus den verschiedensten Ländern der Welt. Gruppen aus Europa, Lateinamerika und Asien präsentierten, was der Schwerpunkt ihrer Arbeiten war. Es war interessant die Unterschiede in stilistischer Hinsicht und im Entwicklungsstand der einzelnen Gruppen zu beobachten. Zwischendurch wurden wir von einer Taiko-Drum-Gruppe beeindruckt. Den Sonntagvormittag verbrachten wir Kyu-Grade wie die Dan-Träger am Tag zuvor auf der Terrasse der Rhein-Ruhr-Sporthalle um dort unter geschulter Anleitung von Sensei Asai in Bokken-suburi und von Sensei Kobayashi am Jo ausgebildet zu werden. Alles in allem eine vielseitige und gelungen Veranstaltung. Unsere Füße dankten uns, dass wir am Sonntag auch endlich nach Hause durften, denn die langen organisatorischen Ansagen vor dem Training waren alles andere als angenehm, weil wir sie im Seiza über uns ergehen lassen mussten. Eine Tatsache, die sich nicht schön reden lässt, aber auch nicht anders organisierbar war. Alles in allem waren die Aikido-World-Games eine sehr interessante und erlebnisreiche Veranstaltung.

Malente

Ich kannte weder Roland Nemitz, noch Ernst Schmidt, der ursprünglich als Lehrer vorgesehen war. Auch der Name Ulrich Schümann sagte mir bis zu diesem Freitagabend nichts. Das sollte sich schlagartig ändern, nachdem ich gegen 17:00 Uhr im Sportzentrum meine Anmeldung tätigte. Roland, mir zu dem Zeitpunkt immer noch unbekannt, lud mich gleich erst einmal ein, meinen Vornamen in einzelnen Buchstaben auf Karteikarten zu schreiben. Diese Prozedur hat er mit allen Teilnehmern vollzogen und der Sinn eröffnete sich auch gegen 19:05 Uhr, als das Training begann. Die Kärtchen waren die Grundlage für ein paar Kennenlernspiele, die an die Erwärmung anschlossen. Hier wurde nichts dem Zufall überlassen. Keine Gruppe,. wir kamen immerhin aus verschiedenen Vereinen, sollte in die Anonymität entlassen werden. Nun gut, wir waren ja nur um die 20 Teilnehmern, doch ich hatte auch schon Lehrgänge erlebt, die nur etwa das Doppelte an Teilnehmern hatten, von denen ich wegfuhr und nur von ein oder zwei Personen zu den Gesichtern auch einen Namen aus der persönlichen Vorstellung vor dem Üben mitnahm. Roland nahm sich in jeder Trainingseinheit viel Zeit für Aufwärmphasen und achtete dabei auch darauf, dass die Bewegungen von allen Teilnehmern gesund ausgeführt wurden.

Das Trainingsprogramm reichte von Reaktionen auf Eri-tori-, Katate-tori- und Ryote-tori-Angriffe über shomen-tsuki-ähnliche Angriffs-Schlenkerbewegungen bis hin zu Yokomen-uchi-Abwehrtechniken. Geübt wurde abwechselnd mit Wurf- und Bodentechniken. Angefangen beim Kokyo-ho über Kokyo-nage, Tenchi-nage, Koshi-nage, Shiho-nage, Irimi-nage, Kaiten-nage (uchi), Kote-gaeshi sowie Ude-osae, Kote-hineri und Kote-mawashi war alles vertreten. Danke der recht jungen Teilnehmerinnen die sich auch nicht scheuten, mal mit einem Erwachsenen zu üben, kam ich sogar in den Genuss, den Kote-mawashi aus dem Kniestand auszuführen. Roland hat mich in einem Punkt von seiner Menschenkenntnis besonders überzeugt. Nach häufigen Wiederholungen mit immer detailierteren Erläuterungen zu bestimmten Techniken hat er es sich zu Grundsatz gemacht, vor dem Aufruf zum Üben noch einmal verbal zusammenzufassen, was zu üben war. Angriffsart-Technik-Prinzip. Diese Ansage war eine wichtige Erinnerungshilfe, vor allem wenn man noch über einzelne Details sinnierte, um sie nicht zu missachten.

Ein Wort zu den Teilnehmern sei noch erwähnt. Die Gruppe bestand aus Aikidoka mit dem Entwicklungsstand zwischen 5. Kyu und 5. Dan. Sie stammten aus Vereinen des DAB, der AUD und des Aikikai. Vor allem die Gelegenheit, mit den Dan-Graduierten zu üben habe ich als sehr angenehm empfunden, weil hier noch eine weitere Erfahrungsdimension hinzu kam.
Ein großes Dankeschön an Ulrich Schümann (5. Dan), den Veranstalter, Roland Nemitz (5. Dan), den Lehrer, und alle Teilnehmer, dass ich dabei sein durfte.

Resümee

Man sollte Veranstaltungen so unterschiedlicher Ausrichtung nicht vergleichen, aber ich hoffe, ich bin beiden gerecht geworden. Die trotz des großen Ansturmes gut durchorganisierte Massenveranstaltung gab jedem Teilnehmer einen Einblick in die Vielfalt des Aikido. Der Lehrgang im kleinen Teilnehmerkreis war gekennzeichnet durch sehr aufmerksame und einfühlsame Betreuung und Anleitung. Ein Erlebnis, das man jedem Aikidoka nur empfehlen kann.

[1] Aikikai Deutschland
[2] Aikido-Verband Schleswig-Holstein

Aktuelles
Wochenendtraining diesmal am Samstag
Diesmal findet das Wochenendtraining am Samstag, den 21.08.2010 um 10:45 bis 12:45 Uhr statt....
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(21.08.10 - A.K.)
Erinnerung an das Sommerfest
Wer bisher keine Einladung erhalten hat, aber zu unserer Trainingsgemeinschaft gehört, sei hiermit noch einmal erinnert, dass das Sommerfest bei Evelyn am Samstag, den 28.08. ...
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(19.08.10 - A.K.)
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Nach hoffentlich für alle erlebnisreichen Sommerferien, beginnt heute am Donnerstag, den 19.08.2010 das Training in der Gymnastikhalle der Schule an der Seebek wieder um 17:30 Uhr (Kindertraining), 19:00 Uhr (Jo- und Bokken-Training) bzw. ...
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(19.08.10 - A.K.)
Bokuto-Workshop war ein tolles Erlebnis
Der Bokuto-Workshop bei Markus Hansen war für die Teilnehmer ein tolles Erlebnis. Einen Bericht dazu hat Tina in Ihrem Blog verfasst....
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(15.08.10 - A.K.)
Sonntagstraining findet statt
Wie in den vergangenen 2 Wochen findet auch am 14.08. das Sonntagstraining von 10:45 bis 12:45 (incl. Auf- und Abbau) statt....
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(14.08.10 - A.K.)
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